Im konkreten Fall ging es um einen in berufstätigen Vater, der nach der Scheidung von Salzburg beruflich nach Graz gezogen ist, jedoch seinen in Salzburg bestehenden Hauptwohnsitz beibehaltenen hat und tatsächlich und kontinuierlich (an Wochenenden) seine 11 und 13 Jahre alten Kinder betreut hat und damit seinen Obliegenheiten als Vater zur Gewährleistung eines familiären Umfelds für die Kinder und Aufrechterhaltung eines intensiven persönlichen Kontakts laufend nachgekommen ist.

Das Gericht befand, dass damit gewichtige, in der privaten Lebensführung verankerte Gründe vorhanden sind, die eine Unzumutbarkeit der Wohnsitzverlegung des Vaters begründet haben. Die steuerlich geltend machbaren Familienheimfahrten unterliegen allerdings der Betragsbeschränkung gem. § 20 EStG.