Der Unabhängige Finanzsenat Graz hat kürzlich entschieden, dass Vertretungsärzte aufgrund des Fehlens einer fachlichen Weisungsgebundenheit an den vertretenen Arzt eine freiberufliche und keine nichtselbständige Tätigkeit ausüben.

Die Frage ist zwar somit in der 2. Instanz geklärt, aber noch nicht ausgestanden, weil nämlich das Finanzamt Amtsbeschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingebracht hat und daher erst das Höchstgericht endgültig rechtliche Klarheit schaffen wird. Sollte der VwGH zu dem Schluss kommen, dass nichtselbständige Arbeit vorliegt, hätte das äußerst weitreichende Konsequenzen, nicht zuletzt im Hinblick auf die Sozialversicherungs- und Lohnnebenkostenbelastung beim vertretenen Arzt.